Mitglieder der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organsition, WMO) sind Staaten, denn es handelt sich um eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. So ist auch die Bundesrepublik Deutschland ein Mitgliedsstaat der WMO. Daher ist es gute und bewährte Praxis des Deutschen Wetterdienstes, uns als Verband im Vorfeld wichtiger Sitzungen auch die Möglichkeit zu geben, Arbeitspapiere zu kommentieren.
Vom 18.-24. September 2009 tagt in Brüssel die Regionalgliederung für Europa (Regional Association VI). Die Dokumente werden vorab von der WMO veröffentlicht.
Der Verband Deutscher Wetterdienstleister ist in seiner Stellungnahme besonders auf die Beziehungen zwischen privaten und staatlichen Wetterdiensten eingegangen. Darin schreiben wir:
Wir beobachten zunehmend mit Sorge, dass – wie in Deutschland – unterschiedliche Auffassungen zur Unterscheidung von hoheitlichen und kommerziellen Tätigkeiten herrschen. Insofern befürworten wir Maßnahmen wie in 6.2.6 vorgeschlagen, um in einem Dialog die Entwicklungsmöglichkeiten von Kooperation und Partnerschaft zwischen staatlichen und privaten Dienstleistern zu erörtern.
Weiterhin setzen wir uns mit der Osloer Erklärung von EUMETNET auseinander, die auch Gegenstand des WMO RA VI Meetings ist. So wird zwar der Weg hin zu freien meteorologischen Basisdaten von uns begrüßt, aber auch kritische Anmerkungen zu anderen Details gemacht:
Sorgen bereitet uns als Vertreter der privaten Wetterdienstleister die Osloer Erklärung in dem Zusammenhang, wo eine Ausweitung der öffentlichen Gratisangebote von graphischen Darstellunge auf den Webseiten der nationalen staatlichen Wetterdienste angeregt wird. Hier bedarf es der Formulierung einer Grenze bzw. in Deutschland der genauen Umsetzung der Regelungen des DWD Gesetzes. Eine Ausweitung ist für Deutschland nicht nur nicht notwendig, sondern stellt zudem ein Hindernis für die Weiterentwicklung des Wetterprognosemarktes dar.
Unsere gesamte Stellungnahme finden Sie im beigefügten PDF-Dokument.
